Sperlingstein.

      Zwischen den Städten DECIN (Tetschen) und Usti nad Labem (Aussig) ist vor mehr als 600 Jahren das Dorf Techlovice (Tichlowitz) entstanden, die Residenz des Herrscher- geblüts Techlovice (Tichlowitz).

Am Ende des XIV. Jahrhunderts hatten die Herrscher genug Mittel zum Bau einer festen Burg. Diese entstand auf einem unzugänglichen Felsen hoch über diesem schönen Tal. Dank seiner Lage war die Burg fast uneinnehmbar. Sie war  nur von einer Seite zugänglich und wurde von zwei Toren und einer Bastei geschützt. Sie hatte wahrscheinlich einen rechtwinkligen Grundriss und stand direkt auf dem Gipfel eines Felsens. Nach dem Herrscher von Tichlowitz  war der Herr von Sperlingstein Siegmund von Wartenberg der mächtigste Herr der ganzen Gegend. Später dann Heinrich Lefl von Lazan, bekannt durch die Ereignisse während der Hussitenzeit. Auch später haben sich hier einige Herren  abgewechselt, wie Nikolaus von Lobkowitz, Frau Anna von Sternberg, Johann von Lazan. Dies geschah bis in die vierziger Jahre des XV. Jahrhunderts. Die Wartenberger führten die Kämpfe gegen die Sorben fort. Sie fügten den Sorben viele Schäden zu, die sich aber immer wehrten. Und so war das auch im Jahre 1444, als die Sorben ihre Armee zu den Burgen Bürgstein, Ronburg und auch Sperlingstein sandte. Die Besatzung hatte die Burg verlassen, weil sie die Kräfte der Angreifer unterschätzt hatten.  Die Sorben  brannten die Burg nieder. Weiterhin auch viele Dorfer durch sie gegangen waren. Nach diesen Vorkommnissen sank der Wert von Sperlingstein. Die Burg wurde nicht mehr benutzt und so verwilderte sie zu Anfang des XVI Jahrhunderts. An der Stelle der ehemaligen Burg sind nur noch geringe Steinreste zu sehen.